Florida / USA

1. Dezember – 31. Dezember 2013

Montag, 09.12.13 (187 km)

Wetter: 30°

Von nun an geht’s Nordwest, wir verlassen Florida City und fahren entlang der Grenze des Everglades Nationalparks und anschliessend in den Big Cypress National Preserve. Die meiste Zeit fahren wir an einem Bach entlang wo wir viele Vögel, ein paar Schildkröten und massenhaft Alligatoren sehen. Bei der Oasis Ranger Station machen wir Halt und schauen uns noch einmal die Alligatoren aus allernächster Nähe an. Sie liegen faul in der Sonne, direkt unter dem Steg. Viele Fische tummeln sich im Bach und einige davon werden von den Kormoranen geholt und verspeist. Wir fahren noch nach Marco Island, aber das ist eher für die Reichen und Schönen. Überall stehen Villen und Hotels, aber nirgends hat es ein Plätzchen für uns. Also fahren wir weiter bis nach Naples.

Den heutigen Tag verbringen wir an der Venicebeach mit schwimmen und sonnenbaden. Gegen Abend findet am Strand noch eine Weihnachtsfeier statt. Wir singen die Weihnachtslieder (Silent NightHoly Night, Feliz Navidad, Gotell iton the mountain) kräftig mit während dem wir auf dem Liegestuhl den Sonnenuntergang sehen.

Am Abend fahren wir nach Sarasota.

Wir fahren an die Lido Beach von Sarasota, schöne breite Sandstrände, Sand so weiss wie Schnee und fein wie Puderzucker. Beim Laufen knirscht der Sand wie wenn man durch den frischen Schnee läuft. Abends fahren wir noch bis nach Palmetto.

Von Palmetto fahren wir auf dem Sunshine Skyway über die Brücke welche die Tampa Bay überspannt. Mit einer Länge von 8851,39 Metern gehört sie zu den längsten Brücken mit einer Schrägseil-Mittelöffnung. Danach fahren wir auf dem Pinellas Bayway auf die Vorinseln, fahren vorbei an St.Pete Beach, Treasure Island bis zum Sand Key Park. Hier nehmen wir unsere Liegestühle hervor und verbringen den Tag am Strand. Die Sonne scheint, aber leider ist es auch windig. Auf dem Weg nach New Port Richey sehen wir wieder einmal einen fantastischen Sonnenuntergang.

 

Heute können wir auf der Post ein Päckli aus der Schweiz in Empfang nehmen, jupii. Aber es wird erst Morgen Abend aufgemacht, so haben wir auch ein Weihnachtsgeschenk. Glücklicherweise habe ich gestern Abend noch einmal gecheckt wo das Päckli ankommen soll, denn ich hatte einen ganz anderen Ort im Kopf. So müssen wir eine halbe Stunde zurückfahren und nicht wie gedacht 2 Stunden weiter.

Anschliessend fahren wir durch ein paar grosse Städte, lauter Läden, Blechlawinen und ohne Unterbruch zur nächsten Stadt. Wir sind doch froh als wir aus diesem Moloch raus sind und wieder Natur pur sehen. Wir fahren nach Pine Island wo die Strasse direkt am Sandstrand endet. Ein deutsches Paar spricht uns an und so ist es schon fast dunkel bis wir uns auf die Suche für einen Übernachtungsplatz machen, welchen wir in Weeki Wachee finden.

 


Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest, Zeit für Entspannung, viele aufmunternde Glücksmomente und Lichtblicke in einem gesunden und erfüllten neuen Jahr.


Heute haben wir einen Temperatursturz von 30 auf 19°, also brauchen wir die Klimaanlage heute nicht einzuschalten. Nach einem gemütlichen Morgen machen wir uns auf den Weg. Von Weeki Wachee fahren wir nach Crystal River. Dies ist bekannt dass es sehr viele Manatees (Seekühe) gibt und man mit ihnen schwimmen kann. Wir fahren in den Park am Wasser wo wir zuerst mal unser Mittag essen und einen Kaffee trinken. Nun können wir uns nicht mehr beherrschen, bei uns ist es 15 Uhr, in der Schweiz also schon 21 Uhr und somit sicher Bescherung. Da ich weiss was im Päckli drin ist, ist es nun der beste Augenblick zum Öffnen. Heraus kommen eine ganze Büchse voll selbstgemachter Weihnachtschrömli (20 verschiedene Sorten) und ein selbstgemachter Birewegge. Alles hat die lange Reise gut überstanden und so gibt’s zum Kaffee super leckere Chrömli. Liebe Irene, ganz

-lichen Dank für die feinen Sachen. Auch dir Heidi ein -liches Dankschön für den „Zustupf“ in unsere Reisekasse.

Nun wollen wir aber sehen wo die Manatees sind, aber wir sehen weit und breit keine einzige Seekuh. Also fahren wir weiter, am Lake Rousseau finden wir keinen geeigneten Platz zum Übernachten. So fahren wir in den Goethe State Forest, ganz einsam mitten im Wald schlagen wir unser Nachtlager auf. Anschliessend gibt es ein feines Weihnachtsmenü und einen gemütlichen Abend.

Wir fahren weiter auf der Waldstrasse bis wir wieder die Hauptstrasse erreichen. Auf der 19 fahren wir immer geradeaus, soweit das Auge reicht. Da dies nicht so interessant ist, unternehmen wir einen Abstecher an die Küste. In Steinhatchee machen wir einen Halt und fahren anschliessend noch bis Perry. Heute ist es ganz seltsam, die Strassen sind fast leer, alle Parkplätze sind leer, wir sehen heute fast keine Leute. Heute ist meines Wissens der einzige Tag in den USA wo die Läden geschlossen haben.

Bert röstet noch die restlichen Erdnüssli bevor wir Perry verlassen. Wir fahren ein ellenlanges Stück( fast 100 km) schnurgerade durch eine Schneise in einem lichten Wald. An vielen Orten stehen die Bäume neben der Strasse im Wasser. Nach der Brücke über die Ochlockonee Bay machen wir einen Halt. Das Wasser dieses Flusses ist ganz braun/durchsichtig, wie ein Bierglas. Wir fahren nach Carrabelle Beach. Die meisten Häuser welche auf der Wasserseite stehen sind auf Stelzen gebaut. Wir finden einen Platz am feinen weissen Sandstrand, es sieht fast aus wie Schnee.

Von Carrabelle Beach fahren wir nach Apalachicola, dies geht wieder durch gerade Schneisen im Wald und dann direkt an der Küste entlang. Apalachicola ist bekannt das es hier die besten Austern gibt. 90% der Austern aus Florida werden hier geerntet. Bert muss das natürlich testen ob das wirklich die Besten sind. Vor dem Restaurant steht ein ganz spezieller VW Beatle, alles in silber und rosa. Auch innen ist alles mit rosa Plüschtieren, Fell und Blümchen verziert. Wir schlendern noch ein bisschen durchs Dörfchen und sehen ein paar sehr schöne Häuser. Anschliessend fahren wir bis Callaway, kurz vor Panama City.

Wir verlassen Callaway und fahren nach Panama City, in einem Park direkt am Meer machen wir Frühstücksrast. Anschliessend repartiert Bert ein paar Kleinigkeiten am Fahrzeug und ich bin mit Putzen beschäftigt. Auf einmal sehen wir einen Mann welcher auf einem Wasserstrahl hoch über dem Wasser steht. Er geht auf und ab, macht eine Runde hierhin und dorthin. Sowas haben wir jetzt wirklich noch nie gesehen. Neben ihm fährt einsam und verlassen ein Wassertöff welcher ihm den Wasserstrahl liefert und er bedient das Fahrzeug über eine Fernsteuerung. Wir fahren dann nach Panama City Beach, hier sind an der ersten Front wieder die Hochhäuser. Bei einem Pier halten wir an und gehen an den Strand. Wauw, so weiss, so fein, doch leider stimmt die Temperatur nicht ganz. Wir müssen zwar die Füsse trotzdem ins Meerwasser strecken, geht eigentlich. Auf jeden Fall ist das Wasser ein bisschen wärmer als die Luft. Nach einem kleinen Strandspaziergang machen wir uns wieder auf den Weg. Doch heute kommen wir in die Nacht, wir haben die Stunde Zeitverschiebung nicht mitgerechnet, so ist es schon um 17 Uhr dunkel. Dadurch sehen wir aber wieder einmal Rehe, direkt am Strassenrand, die lassen sich durch die vielen Autos nicht aus der Ruhe bringen. Und wir sehen auch wieder einmal die vielen Beleuchtungen. Eigentlich wollten wir bis Fort Walton Beach, aber wir bleiben dann in Destin.

Wir fahren von Destin über die Brücke auf die Vorinsel Okaloosa Island und wauw sieht das fantastisch aus. Schneeweisser Sand, weisse Sanddünen, es sieht fast aus wie Schnee. Nach dem Frühstück fahren wir zu einem Treffen mit Bert, ihn haben wir in der Nähe von Savannah kennengelernt. Er ist mit 45 Jahren schon pensioniert und arbeitete früher als Pilot bei der Air Force. So kommen wir wieder einmal zu einem ganz speziellen Erlebnis, wir können mit ihm die Air Force Base besichtigen. Er zeigt uns „seinen“ Hubschrauber (der ist auch in Pension) und die ganze Anlage. Es ist ein richtiges Dorf, hier gibt es alles, Kirche, Krankenhaus, Einkaufsmöglichkeiten, Fitnesscenter, Golfplatz, Schulhaus, Häuser für die Angestellten oder Hotels für Angestellte welche nur ganz kurze Zeit in dieser Base sind. Er führt uns durch mehrere Gebäude, wir sehen einige Flugzeuge am Boden, beim Starten und beim Landen. Auch die Hundeschule besichtigen wir, hier werden die Hunde zu Wach-, Drogenhunden und andere speziellen Einsätzen ausgebildet. Am Ende will er uns noch eine Pilatus PC12 von innen zeigen, aber dies hat dann leider nicht geklappt. Die Pilatus wird in der Schweiz hergestellt und er hat sie auch geflogen. Nun ist es auch schon fast dunkel und wir übernachten in Fort Walton Beach.

Von Fort Walton Beach fahren wir nach Navarre wo wir uns noch einmal mit Bert treffen. Bei einem Kaffee bei uns verplaudern wir den Nachmittag. Wir laden ihn zum Abendessen ein und verabreden uns um 19 Uhr, den um 20 Uhr findet das erste Feuerwerk statt. Wir fahren entlang der Santa Rosa Island. Ich trau mich schon fast nicht mehr zu schreiben, aber diese fantastisch weissen Sandstrände die sind so faszinierend. Und jedesmal sind sie noch weisser als die letzten. Wir fahren zum Parkplatz am Pier von Pensacola Beach wo wir uns verabredet haben. Wir sehen das Feuerwerk doch Bert ist noch nicht da, nach noch einmal ¾ Std und zwei Entschuldigungs-Emails steht er dann da. Heute gibt es unser letztes mitgebrachtes Fondue, und es ist super lecker. Mit Sekt stossen wir aufs Neue Jahr an und sehen uns das zweite Feuerwerk an. Für die Übernachtung bleiben wir gleich hier auf dem Parkplatz.

 

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